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christianspohr7

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Basiswissen Softwaretest: Aus- und Weiterbildung zum Certified Tester - Foundation Level nach ISTQB-Standard
Andreas Spillner;Tilo Linz
Bereits gelesen: 200/256 pages
Speichelfäden in der Buttermilch: Gesammelte Werke I
Christoph Grissemann;Dirk Stermann
Zähne und Klauen : Erzählungen
T.C. Boyle, Anette Grube, Dirk van Gunsteren
Bereits gelesen: 168/318 pages
Silano, Der Jahrhunderpostraub - Domenico Silano Am 1. September 1997 rauben fünf Männer die Zürcher Fraumünsterpost aus. Bewaffnet mit Spielzeugwaffen erbeuten sie 53 Millionen Schweizer Franken, doch die meisten haben nicht viel davon. Die vermeintlichen Profis entpuppen sich als Amateure und werden einer nach dem anderen gefasst.Domenico Silano jedoch schafft es, 15 Monate die Ermittler auf Trab zu halten.Hier erzählt er seine Geschichte von der Planung, der Tat, der Flucht, der zwangsläufigen Trennung von seiner Geliebten und seiner Familie und auch seinem späteren Gefängnisaufenthalt. Ein wahres Verbrechen mit Hintergründen, Vor- und Nachgeschichte aus der Sicht eines damals 24-jährigen Täters, der den Traum vom schnellen Reichtum realisieren wollte, aber schnell merkt, dass der Preis viel zu hoch ist.Keine Frage, spannend ist die Geschichte Domenico Silanos, die von Patrik Maillard aufgeschrieben wurde. Vom Bankraub über die Flucht und das Luxusleben inkognito in Miami bis zur Festnahme und zur Gerichtsverhandlung fesselt Silanos Geschichte, muss sie auch, denn diese 15 Monate in gut 200 Seiten zu beschreiben lässt nicht viel Spielraum für Längen. Dennoch schweiftSilano auch in seine Jugend ab, wie er zum Kriminellen wurde, aber immer seine Prinzipien hatte und nicht wirklich jemandem weh tun will, schlussendlich gar selbst zu einem Opfer wurde. Das mag interessant sein, erregt aber den leisen Verdacht, dass hier jemand versucht, seine Weste weißer zu waschen als es der Realität entspricht.So ist die Geschichte Silanos ein etwas zweischneidiges Schwert, als Dokumentation zu einseitig, als Bericht aus einer Perspektive eine spannende Lehre, denn hier wird die Läuterung desDomenico Silano schon während der Flucht sehr glaubwürdig dargestellt. Schwierig an dieser subjektiven Darstellung ist jedoch auch die Tatsache, dass das Verbrechen immer noch nicht vollständig aufgeklärt ist und ein Großteil der Beute bis heute fehlt. WasSilano immer erzählt: es ist das, was er erzählen will, daran sollte man bei der Lektüre immer denken. Dem wirken etwas die vielen Ausschnitte aus Zeitungen und Interviews entgegen, die an den entsprechenden Stellen und fett markiert eingefügt sind.